Zusammenfassung von MED2
(Chefarztvorlesungen)
im Sommersemester 1998
an der FH Heilbronn / Uni Heidelberg

Klaus Jähne
(jaehne@rz.fh-heilbronn.de) - Caroline Schwenker
(aschwenk@stud.fh-heilbronn.de) - Korbinian Bartels
(bartels@stud.fh-heilbronn.de) - Tim Riepe
(riepe@stud.fh-heilbronn.de) - Oliver Gerards
(gerards@stud.fh-heilbronn.de)

10.9.98 -- V 1.1


Inhalt

Zusammenfassung:

Hallo Leute,

Ich habe diese Zusammenfassung der Vorlesungen aus den Mitschrieben erstellt, die mir die oben genannten Leute zur Verfügung gestellt haben -- sprich: Das, was jemand mitgeschrieben hat, habe ich berücksichtigt, und das, was an uns vorübergegangen ist, fehlt. Und aus diesem Grund behaupte ich jetzt vorsichtshalber, daß die Prüfungsfragen wenn wir Pech haben, gar nichts mit dieser Zusammenfassung zu tun haben.

Naja, was solls: Ich wünsche Euch trotzdem so gut es eben geht Spaß mit den nächsten Seiten.

Zur Version 1.1: Mit der Hilfe von Olli habe ich noch einige der Tippfsdfhler ausgebügelt und ein paar Sachen genauer ausgeführt.

Klaus

Anästhesie, Notfallmedizin, Intensivmedizin

Prof. Dr. Schulte-Sasse am 6.4.1998

Narkose
Schmerzausschaltung
Varianten der Narkose
lokale contra regionale contra zentrale Anästhese

lokal
Na+-Leitfähigkeit der für Schmerzweiterleitung verantwortlichen Nervenzellen wird durch ein dem Kokain verwandtes Medikament reversibel gehemmt (Natrium-Kanal-Blocker), Beispiel:
1.
1. Schritt vor OP: lokale Betäubung vor Einführen einer Kanüle in die Handvene

regional
ganze Nervenbahnen werden durch den gleichen Mechanismus lokal blockiert, Beispiele:

Achselhöhle
(tastbar: Venen, Arterien und Nerven liegen zusammen): Arm wird narkotisiert.
Spinalanästhesie
Punktion des Liquors im unteren Wirbelbereich. Wirkung bei den im unteren Rückenmarksbereich austretenden Nerven, also Regionalanästhesie von Beckenbereich und darunterliegenden Bereichen.

Problem: Dauer der Wirkung nicht nachträglich verlängerbar, da Patient auf dem Rücken liegt, Lösung: Epiduralanästhesie, d.h. kontinuierlicher Applikation durch einen Katheter, der durch Nadel in den Spinalraum geschoben wird. Anwendung z.B. bei Kaiserschnitt.

Problem: durch Austritt von Liquor Kopfschmerzen möglich, Lösung: Verwendung von dünnen Nadeln

Problem: Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, motorische Ausfälle, Wärmegefühl durch Aufweiten der Gefäße

Vollnarkose
Narkosewirkung tritt innerhalb von 40s nach Spritzen eines Barbiturats ein. Je nach Dosierung wird nicht nur der Schmerz unterdrückt, sondern auch die Vitalfunktionen, daher ist eine Beatmung durch Einführen eines Tubus in die Luftröhre notwendig (intubieren).

Da der Patient durch Umverteilung des Narkotikums innerhalb des Körpers nach ca. 8 Minuten wieder erwachen würde, ist die Verabreichung von Narkosegasen für eine konstante Betäubung notwendig.

Prof. Dr. Schulte-Sasse am 20.4.1998

Schmerzen nach OP
nach OP spürt der Patient Schmerzen mit abnehmender Wirkung der Narkose. Auf Wunsch des Patienten werden Schmerzmittel (Opiate) intramuskulär verabreicht (dadurch länger anhaltende Wirkung). Wirkung ca. 1,5h nach erstem Schmerzgefühl, Patient schläft dann. Schmerzen treten nach insgesamt 4h wieder auf.
PCA (patient controlled analgesia)
Patienten können bei dieser Methode die Verabreichung des Schmerzmittels selbst kontrollieren. Da die Gabe hier intravenös ist, tritt die Wirkung sofort ein.

Übelkeit und Erbrechen
nach der OP werden durch Schmerzen verursacht und treten in ca 20% aller Fälle auf. Die Wahrscheinlichkeit ist abhängig von verschiedenen Faktoren:

Art der OP
-- hoch bei Augen, Magen und Mandeln
Alter
-- hoch bei jungen Patienten
Geschlecht
-- hoch bei Frauen

Bei Risikopatienten kann durch Medikamente vorgebeugt werden.

Notfallmedizin
allgemeines Vorgehen: Vitalfunktionen kontrollieren, dann ggf. Vitalfunktionen aufrechterhalten.

Vitalfunktionen
  • Atmung
  • Kreislauf (Herzschlag, Herzminutenvolumen)
  • Bewußtsein
Formel des Lebens
HMV x Sauerstoffbeladung

Aufrechterhaltung des Kreislaufs bei Blutverlust
  • Behandlung von Blutverlust (Blutkonserven)
  • Wundverband gegen Blutverlust
  • Behandlung von Schmerzen, den Patienten beruhigen

Transport
  • möglichst geringe Transportdauer
  • am Unfallort nur Erstversorgung

im Krankenhaus lebensbedrohende Verletzung herausfinden (z.B. innere Blutungen bei Verletzungen im Brustraum) $\longrightarrow$ Röntgen

Intensivmedizin
Überwachung aller Vitalfunktionen
Puls, Blutdruck, evtl. intracranialer Druck, Sauerstoffgehalt im Blut
parenterale Ernährung
Verabreichung von Nahrung und Medikamenten über Katheter in Vene am Hals (vena subclavia oder vena jugularis interna, invasive Maßnahme)

Blasenkatheter
Schädelverletzungen
Anschwellen der Zellen durch Erschütterung, da sie den Wassereintrom in die Zelle nicht mehr kontrollieren können, dadurch Abschneiden der O2-Versorgung und Gefahr des Hirntods

Beatmung
durch Tubus: bei Langzeitbeatmung starke Beanspruchung der Stimmbänder. In diesem Fall wird eine Tracheotomie durchgeführt, also ein Luftröhrenschnitt zur Beatmung per Intubation direkt in die Luftröhre.

Problem
der Intensivmedizin: Da der Patient nicht bei Bewußtsein ist, bemerkt der Arzt nicht, welche Schmerzen der Patient verspürt, daher kann der Arzt zunächst nur akute Verletzungen behandeln, wie z.B. zerissene Leber, Gefäßblutungen...

Unfallchirurgie

Prof. Dr. Suren am 6.4.1998

ein wenig Statistik
Rehabilitationsmaßnahmen bei Schwerverletzten
1.
2.
Notfallmedizin am Unfallort (Rettungshubschrauber, Rettungswagen, Notarzt)
3.
Erstversorgung lebensbedrohlicher Zustände im Krankenhaus

4.
geplante Folgeeingriffe (z.B. Behandlung von Knochenbrüchen)

5.
Spezifische Nachbehandlung (Mobilisation durch Physiotherapie)

6.
evtl. orthopädische Eingriffe

7.
Rehabilitation

8.
berufliche Wiedereingliederung

Am Unfallort
1.
2.
Vermeiden v. Komplikationen (Aspiration, Hypoxie)
3.
Stabilisierung von Frakturen, Wundverbände
4.
Voraussetzungen für Verletztentransport:
(a)
nicht im manifesten Schock
(b)
nur mit gesichertem venösen Zugang bei laufender Infusion
(c)
nur nach Kenntnis von :
D
= Durchblutung
M
= Motilität (Bewegungsfähigkeit)
S
= Sensibilität

(d)
periphere Extremitäten nur in adäquater Lagerung
(e)
Elementarfunktionen sichergestellt (Atmung)
(f)
Stillung äußerer Blutungen
(g)
Frakturreposition und -schienung
(h)
Wundverbände
(i)
Schmerztherapie:

i.
Reposition
ii.
Lagerung
iii.
Medikamente

Ziele:

Erstversorgung im Krankenhaus
lebenserhaltende Sofortoperationen:

1.
bei unkontollierbaren äußeren Blutung
2.
bei inneren Massenblutungen
3.
evtl. Verlegung der oberen Luftwege (Tracheotomie)
4.
bei akutem Hirndruck
5.
bei Polytrauma (gleichzeitig mehrere lebensbedrohende Verletzungen)

Gefährdung des Patienten durch:

1.
Schock
2.
Infektion
3.
Thromboembolie
4.
Management-Fehler

zentrale Notaufnahme, Schock- und Reanimationsraum:

geplante Folgeeingriffe:

Behandlung von Frakturen und Kombination von Weichteil- und Knochenschaden.

Hauptziel der Knochenbruchbehandlung: Wiederherstellung d. vollen Funktion

Frakturkrankheit:

Ziele der Osteosynthese (Behandlung von Knochenbrüchen):

Osteosynthese ist nötig bei:

Mittel zur stabilen Osteosynthese: Schrauben, Platten, Drähte, Marknägel...

Weitere Folgeeingriffe der Wiederherstellungschirurgie:

Allgemein- und Kinderchirugie

PD Dr. Schäfer am 7.4.1998

Definition Chirurgie
mit der Hand tun, also früher Einordnung als Handwerk
Nierensteine
heutzutage Zertrümmerung mit Ultraschall

Ileus
Darmverschluß -- Symptom: Luft über Flüssigkeit (Zeichen: Spiegel und stehende Schlingen)

Sarkom
Karzinom ausgehend von Bindegewebe

Adenokarzinom
Karzinom ausgehend von drüsigem Gewebe

Pädiatrie

Prof. Dr. Kachel am 7.4.1998

Neonatologie
Lehre vom Neugeborenen (1/3 aller stationären Patienten der Kinderklinik). Hohe Mortalitätsrate in den ersten 28, insbesondere in den ersten 7 Tagen
Gestation
Dauer der Schwangerschaft, gerechnet vom 1. Tag der letzten Regel

Perinatalperiode
beginnt mit der 29. SSW und endet am 7. Lebenstag

Neonatalperiode
1. bis 28. Lebenstag

lebendgeboren
entweder

totgeboren
nicht lebendgeboren

Totgeburtenrate
alle totgeborenen Kinder mit einer Gestation >24SSW ausgedrückt in x pro 1000 Geburten

Neugeborenensterblichkeit
alle lebendgeborenen Kinder

Säuglingssterblichkeit
Gesamte Todesrate aller Säuglinge im 1 LJ einschließlich neonataler Todesfälle

Ursachen der Säuglingssterblichkeit

Einteilung nach Geburtsgewicht
untergewichtige Neugeborene
(LBW = low birthweight infant) Neugeborene mit Geburtsgewicht unter 2500g (6-7% aller NG) ca. 1/3 aller untergewichtigen NG haben eine normale Gestation.
normalgewichtige Neugeborene
Gewicht 2500g bis 3200g

sehr kleine Frühgeborene
(VLBW = very low birthweight infant) 0,8-1,5% aller NG, 2/3 aller neonatalen Todesfälle, 1/3 davon mit Geburtsgewicht unter 1000g (ELBW extremely low birthweight infant) -- weltweit starke Unterschiede in der Rate von mindergewichtigen Kindern

zu große Neugeborene
oft bei schlecht eingestellten Diabetikerinnen

frühgeborenes Kind
Geburt vor der 37. SSW

reifes Neugeborenes
zwischen der 37. und 42. SSW

übertragenes Neugeborenes
nach der 42. SSW

intrauterine Wachstumskurven
Die Geschwindigkeit des Wachstums (sowohl von Länge als auch vom Kopfumfang) im Mutterleib ist lokal abhängig von:

Frühgeborene / Aufnahme von Schwangeren mit Wehen

Probleme bei Frühgeborenen
Thermoinstabilität
Bei Kälte führt erhöhter Sauerstoffbedarf zu Hypoxie, erhöhter Glukoseverbrauch führt zu Hypoglykämie. Daher muß ein Wärmeverlust vermieden werden.
Geburtsasphyxie
Atem- und Kreislaufstillstand bei Geburt
Reflexe
Saug-, Husten- oder Schluckreflex sind evtl noch nicht ausgeprägt
Ikterus
(Gelbsucht) durch erhöhte Bilirubinkonzentration
Lungenparenchymerkrankungen
z.B. Tachypnoe, Pneumonie
metabolische Störungen
z.B. Hypoglykämie, Hypocalcämie, ...
offener ductus arteriosus
kurzgeschlossener Lungenkreislauf führt zu Herzinsuffizienz
Risiko der intracranialen Blutung
hohes Infektionsrisiko
chirurgische Probleme
z.B. durch Leistenhernie, Nabelhernie durch Bindegewebsschwäche

Prof. Dr. Kachel am 26.4.1998

Impfkalender
Empfehlungen für Vorsorgeimpfungen bei Kindern, z.B.:
Diphterie, Tetanus (Wundstarrkrampf) und Keuchhusten
im Alter von 4. und 5. Woche, 12. Monat, 6. und 11.-15. Jahr
Hepatitis B
im Alter vom 3., 5. und 12. Monat
Masern, Mumps und Röteln
im Alter vom 12. Monat und 6. und 11.-15. Jahr
Tuberkulose
Impfung ist auch möglich, aber nicht ohne Nebenwirkungen, daher nur bei Risikopersonen empfehlenswert (z.B. wenn die Eltern im medizinischen Bereich arbeiten)
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
(Stichwort: Zecken) ist in der Region Heilbronn nicht empfohlen, gegen den gefährlicheren Typ der Krankheit ist auch keine Impfung möglich.

Krankheiten bei Kindern
Diphterie
Auftreten hauptsächlich in der 3. Welt, kann zum plötzlichen Herztod führen
Keuchhusten
Krankheit kann bis zu einem 4tel Jahr anhalten, gefählich durch toxische Wirkung auf das Atemzentrum

Windpocken (Varizellen)
lange Inkubationszeit: 12-21 Tage, Infektion mit Zoster-Virus (s.u.), Exanthembildung (Exanthem: einzelstehende Bläschen, die bei hohem Flüssigkeitsgehalt platzen können) (alle Stadien auf der Haut sichtbar $\longrightarrow$ Sternenhimmel), Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, gefählich bei schwangeren Frauen 1 Woche vor der Geburt, da Fehlbildungen beim Kind auftreten können.

im Vergleich dazu: Gürtelrose (herpes zoster) (keine Kinderkrankheit): gleicher Erreger wie Varizellen, ähnliche Symptome wie Exanthembildung, schwerste Schmerzzustände, gefährlich im Gesichtsbereich, wenn Hirnnerv (Trigeminus) betroffen

Mononucleosis infectiosa (Pfeiffer-Drüsenfieber)
kann ältere Kinder und junge Erwachsene betreffen, Blässe, Appetitlosigkeit, Vergrößerung der Milz, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Fieber, Exanthembildung, Mandelentzündung, Lebervergrößerung mit Gelbsucht, Vergrößerung der Lymphknoten

Masern
Inkubationszeit ca. 11 Tage, Übertragung aerogen (durch die Luft) wie Windpocken, 1. Stadium: Koplik-Flecke (Flecke im Bereich der Wangenschleimhaut), 2. Stadium: Exantheme, außerdem betroffen: Atemwege, Lungen, Leukozyten, selten auch ZNS betroffen

Röteln
ähnlich wie Masern, erst Fieber, dann Exanthembildung, insgesamt harmlos, außer bei bei schwangeren Frauen, da beim Kind Mißbildungen an Herz und Auge auftreten können.

Ringelröteln
Virusinfektion (zweite Ansteckung mit dem Rötel-Virus), Tröpfcheninfektion, ringförmiger Ausschlag nach ca. 1 Woche, bei Schwangeren kann der Fötus schwer betroffen werden: Durch Eindrigen in das Knochenmark wird die Bildung der Erythrozyten gestört, dadurch Anämie und weitere Fehlbildungen

Mumps (Parotitis epidemica)
Entzündung der Ohrspeicheldrüse, Begleiterscheinungen: evtl. Hirnhautentzündung, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei Infektion nach der Pubertät auch Orchitis (Entzündung eines oder beider Hoden) mit Gefahr der Sterilität möglich.

Scharlach
Symptome: Fieber und Ausschlag (Himbeerzunge), keine Impfmöglichkeit, bakteriell durch Staphylokokken hervorgerufen, Infektion zwischen dem 6. Lebensmonat und 15. Lebensjahr üblich

Herpes-Virus
beim Herpes-Virus handelt es sich um eine Familie von Viren. Verschiedene Type wurden klassifiziert:
HSV1
herpes simplex -- Lokalisierung: Lippen, Genitalien
HSV2
kann bei Infektion über die Mutter bei Neugeborenen zu Hirnhautentzündung führen
VZV
verursacht Windpocken und Zoster
HHV5
verursacht das Pfeiffersche Drüsenfieber
HHV6
verursacht das 3-Tagesfieber
HHV7
wie HHV6 weltweit verbreitet, zweigt aber keine Symptome

Gynäkologie

Prof. Dr. Krieg am 27.4.98

Aufgaben der Klinik:

Diagnostik
Ultraschall
Einsatz schon seit 1972 -- Geburtshelfer waren die ersten, die Ultraschall eingesetzt haben --, Bestimmung der Lage des Fötus und Festellung der Anzahl der Kinder (Mehrlingsdiagnostik) sind hier wichtige Aufgaben.
Röntgendiagnostik
früher, sehr risikoreich
Kardiotokografie
Analyse der Herztöne

Gynäkologie
operative
Behandlung von Erkrankungen an den weiblichen Geschechtsorganen, inclusive der Brust
Onkologie
Mamma-CA
30 bis 40% aller OPs der Frauenklinik, Tendenz steigend, jede 8. bis 10. Frau ist betroffen
Vulva-CA
(große und kleine Schamlippen, Klitoris), fast nur in hohem Alter, 4% aller Karzinome in der Gynäkologie, Therapie: Vulvektomie (verbunden mit großer Infektionsgefahr für die Patientin), verbunden mit Entfernung der Oberschenkellymphknoten. Hohe Verweildauer von ca. 45 Tagen.
Vaginal-CA
sehr selten, OP nicht möglich, einzige Behandlungsmöglichkeit: Strahlentherapie verbunden mit Schädigung des Enddarms und der Harnblase (Durchbrechen des Karzinoms möglich)

Collum-CA
Gebärmuttermund- oder -halskrebs, war früher häufigster Krebs in der Gynäkologie (also vor Mamma-CA), besonders jüngere Frauen (im Alter von ca. 30 Jahren) sind betroffen, besonders Frauen mit häufgerem Partnerwechsel. Abstrichuntersuchung liefert 95% Zuverlässigkeit. Verlust der Gebärmutter bei Radikal-OP. Bei Entdeckung in nicht fortgeschrittenem Stadium ist auch die Entfernung einer Scheidenmanschette ausreichend.

Korpus-CA
Gebärmutterkörperkrebs, vor allem bei älteren Frauen. Therapie: Hysterektomie und Ovarektomie (da Metastasierung hier sehr wahrscheinlich), auch Lymphknoten, falls nicht nur die Schleimhaut betroffen ist.

Eileiter-CA
sehr selten

Ovarial-CA
schlimmste Erkrankung in der Gynäkologie, alle Altersgruppen betroffen, wird meist erst in einem späten Stadium entdeckt, da erst dann Schmerzen auftreten. Strahlentherapie, Heilung im Stadium III und IV nicht möglich, durch Chemotherapie höchstens Lebensverlängerung. Transvaginale Ultraschalldiagnostik meist sehr schlecht möglich, Vorsorgeuntersuchung, also Erkennung in einem frühen Stadium, daher schlecht möglich.

gutartige Erkrankungen
  • Zysten, Entzündungen
  • Gebärmuttervergrößerungen (Myome)
  • ungewollte Unfruchtbarkeit

konservative
Sozialmedizin
ist Aufgabengebiet der Geburtshilfe und der Frauenheilkunde, z.B.:
  • arbeitsmedizinische Fragen
  • Rauchen
  • Ernährungsberatung
  • Schwangerschaftsabbruch, geregelt in §218, ist heute aus sozialer und medizischer Indikation möglich, nicht mehr aus kriminologischer Indikation
Entzündungen
Zyklusstörungen
Fertilitätsstöungen
endokrine Gynäkologie
(also hormonbedingte Störungen)

psychologische Aspekte

OA Dr. Helwig(?) am 28.4.98

Mamma-CA

Gastroenterologie

PD Dr. Strohm am 4.5.98

zur Leber allgemein
akuter Verlauf einer alkoholbedingten Lebererkrankung

Hepatitis läßt sich über einen erhöhten Spiegel der Enzyme GPT, GOT, GLDH und $\gamma$-GT im Blut feststellen.

Virushepatitis
im Gegensatz zur alkoholbedingten Hepatits ist diese Verlaufsform nicht chronisch, sondern zunächst akut.

Symptome:

Typen B und C gefährlich, weltweit verbreitet, in Südostasien und in Afrika sind 90% der Bevölkerung infiziert, jählich 1 Mio Todesopfer

Mechanismus:

Danach hat der Patient die Krankheit entweder überstanden, oder sie geht in eine chronische Hepatitis über $\longrightarrow$ Verlauf siehe oben.

andere Ursachen einer chronischen Hepatits

zur Gallenblase / Gallengänge
Stauung des Gallenweges, Ursache z.B. Gallensteine (treten in D bei 40% aller Frauen und bei 20% aller Männer auf)

PD Dr. Strohm am 18.5.98

Infektionskrankheiten
Infektionskrankheit
Krankheit, die durch eine Infektion, also das Eindringen von Mikroorganismen, hervorgerufen wird.
Morbidität
Anzahl der Erkrankten pro 100.000 Einwohner
Mortalität
Anzahl der Todesopfer pro 100.000 Einwohner
Letalität
Anzahl der Todesopfer pro erkrankter Person
Inzidenz
Anzahl der Neuerkrankungen pro Jahr
Manifestationsindex
Anzahl der Erkrankten pro infizierter Personen
Epidemie
Ausbreitung einer Infektionskrankheit
übliche Symptome

Arten der Übertragung

Infektionen durch Bakterien
mögliche Formen:

Prinzip der Krankheitsentstehung:

Je stärker die Virulenz eines Infektionserregers, desto stärker ist die Krankheit. Je stärker die Abwehr des befallenen Organismus, desto schwächer ist die Krankheit.

Erkennung

Endokrinologie
Schilddrüse
Über einen Regelkreis wird der Spiegel der Hormone T3 / T4 im Blut gesteuert, und zwar reagiert das Gehirn mit einer erhöhten Ausschüttung von TSH bei zu niedrigem Hormonspiegel, die Schilddrüse reagiert daraufhin mit einer erhöhten Hormonproduktion.
Kretinismus
Schilddrüsenunterfunktion bei Kindern -- keine Entwicklung, Minderwuchs, Schwerhörigkeit

Schilddrüsenunterfunktion bei Erwachsenen
Folgen:
  • Konzentrationsstörungen
  • Antriebsstörungen
  • Müdigkeit
  • Kälteempfindlichkeit
  • Depressionen
  • Übergewicht

Schilddrüsenüberfunktion
Folgen:
  • Nervosität
  • Depressionen
  • Gewichtsverlust

Diagnose über Szintigramm: Spritzen von radioaktivem Iod, das sich in der Schilddrüse anreichert, anschließend Aufnahme der radioaktiven Zonen

Ursache von Über- oder Unterproduktion kann ein Tumor sein. Ein Tumor liegt dann vor, wenn das Gewebe soweit entartet ist, daß es keine Hormone mehr produziert.

weitere endokrin aktive Tumore
Akromegalie durch Überproduktion von TSH: Riesenwuchs im Erwachsenenalter, charakteristische Vergrößerung der Gesichtszüge, da insbesondere deren Weichteile noch in der Lage sind, zu wachsen.

Laboratoriumsmedizin

PD Dr. Dr. Pickert am 4.5.98

Aufgabe
Durchführung aller medzinisch notwendigen Laboruntersuchungen für das gesamte Krankenhaus:
Ausstattung

Arten von medizinischen Laboratorien

PD Dr. Dr. Pickert am 8.6.98

Dozent ist nicht erschienen.

HNO

Prof. Dr. Nauman am 11.5.98

warum Hals, Nase und Ohren zusammen?
Diagnostische Methoden der HNO-Heilkunde
Ansehen
in 80-90% der Fälle die wichtigste Methode. Oft Einsatz der Endoskopie. Der Hohlspiegel mit Loch ist eine Erfindung der HNO-Ärzte
akustisch
Hörprüfung
Gleichgewichtsprüfungen
Messung von akustisch erregten Potentialen
per EEG
Röntgenuntersuchungen
Riechprüfungen
Tasten
z.B. bei Verdacht auf Schädelfraktur

typische Fälle der HNO-Heilkunde

Augenheilkunde

Prof. Dr. Käfer am 18.5.98

Untersuchungsmethoden in der Augenheilkunde
Spaltlampe
Lampe, die einen spaltförmigen Lichtstrahl emittiert, über ein Kontaktglas ist auch ein Blick in den Kammerwinkel möglich.
Applanationstonometer
kann den Augeninnendruck messen. Dabei wird die Kraft gemessen, die erforderlich ist, um die Hornhaut auf einer kreisförmigen Fläche abzuflachen.
Sehprobentafeln
Texte in verschiedener Größe müssen gelesen werden.
Messung des Gesichtsfelds
Prüfung des Farbsehens
über pseudoisochromatische Tafeln
Fluoreszenzangiografie
Darstellung des Blutflusses am Augenhintergrund
grauer Star

grüner Star

Urologie

PD Dr. Rassweiler am 8.6.98

Organe, mit denen sich die Urologie befaßt
Steintypen
Kalziumoxalatsteine
in der Niere: entstehen durch unausgewogene Ernährung $\longrightarrow$ Wohlstandsstein
Struvitsteine
entstehen durch Infekt, wachsen langsam, können aber groß werden
Harnsäuresteine
sind im Röntgenbild nicht schattengebend
Zystinsteine
entstehen durch angeborene Störungen in enzymatischen Abbauprozessen, daher sind Patienten mit diesem Steintyp oft noch jung

Steine können auch durch Prostatavergrößerung entstehen!

Therapie

Symptome von Steinen
kolikartige Schmerzen, entstehen durch Überdehnung des Organs

Diagnose

Prostatavergrößerung

Symptome bei gutartiger Vergrößerung (Prostataadenom)

Symptome bei bösartiger Vergrößerung (Prostatakarzinom)

Diagnose

Therapie

Apotheke

Dr. Kilian am 9.6.98

Script zur Vorlesung wollte Dozent selbst erstellen und zur Verfügung stellen.

Dr. Kilian am 23.6.98

Dozent ist nicht erschienen.

Strahlentherapie

CÄ Dr. Hoederath am 15.6.98

häufigste Todesursachen in Deutschland
1.
2.
KHK-Krankheiten: Apoplexie, Herzinfarkt
3.
Krebs
Arten der Krebstherapie

allgemein:

benigner Tumor

maligner Tumor

Entstehung eines Tumors
normale Zelle $\longrightarrow$ chemische Einwirkung / physikalischer Reiz / Viren / genetische Disposition $\longrightarrow$ Tumorzelle $\longrightarrow$ Zelltod (von selbst oder durch Immunsystem) oder Wachstum des Tumors

allgemeiner Zweck der Tumortherapie
entweder:

postoperative Bestrahlung

präoperative Bestrahlung

Therapie mit Röntgenstrahlung
früher übliche Methode, heute noch verwendet für oberflächlich liegende gutartige Tumore.

Therapie mit Kobalt-60-Strahlung
ebenfalls gut geeignet für oberflächlich liegende Tumore. Dieses Verfahren ist aber dem Linearbeschleuniger gewichen, denn Nachteil: unscharfe Feldränder.

Therapie mit dem Linearbeschleuniger
Von einem Heizdraht aus Wolfram werden Elektronen im Hochvakuum elektromagnetisch beschleunigt und auf ein Target (eine Bleiplatte) gerichtet, wo damit ultraharte Röntgenstrahlung erzeugt wird. Vorteile des Linearbeschleunigers:

Physikalische Abläufe beim Linearbeschleuniger
energiereiches Photon erreicht L-Schale $\longrightarrow$Compton-Effekt: Photon schlägt Elektron aus seiner Bahn, dabei wird noch ein Quant niederigerer Energie frei $\longrightarrow$Aufbau-Effekt: Das Elektron schlägt weitere Elektronen aus seiner Bahn $\longrightarrow$es entstehen Paar von Elektronen und Positronen (E=mc2) $\longrightarrow$Protonen werden aus dem Kern geschleudert $\longrightarrow$biochemischer Effekt: insbesondere wird Wasser ionisiert, es entsteht Peroxid: $OH^{-} + H^{+} \rightarrow H_{2}O_{2} \longrightarrow$biologischer Effekte: Schädigung der DNS: Einzel- oder Doppelschädigung, Basenveränderung

Therapie mit Elektronenstrahlen
wird bei Hautkarzinomen angewandt.

Bestrahlungsplanung abhängig von
des Tumors und von

des Patienten

Qualitätssicherung

Onkologie

OA Dr. Koniczek am 16.6.98

beteiligt bei der Tumortherapie
beteiligt an Tumorkonferenz

Ablauf einer Tumorbehandlung
Verdacht $\longrightarrow$

Diagnosestellung (Gewebsuntersuchung), evtl durch kleine OP $\longrightarrow$

Formulierung des vorläufigen Therapieziels:

adjudative Therapie
unterstützende Therapie, z.B. Strahlentherapie zusätzlich zu OP. Entscheidung für adjudative Maßnahmen schwierig / Rückfallwahrscheinlichkeit schwierig abschätzbar, keine festen Kriterien bisher vorhanden. Evtl. durch KI-Systeme zukünftig bessere Prognose möglich.

Tumorklassifikation (Staging): TNM-System
TNM:
T
Tumor: T1 (kleiner Tumor) bis T4 (Tumor, der über das Organ hinausgewachsen ist)
N
Nodes (Lymphknoten): Nx (konnte nicht festgestellt werden / nicht eindeutig nachweisbar), N0 (kein Lymphknotenbefall), N1 (Befall von Lymphknoten)
M
Metastasen: M0 (keine Metastasen), M1 (Metastasen)
c
davor: klinisch festgestellt
p
davor: pathologisch festgestellt

Therapieentscheidung basiert auf

unter allen Umständen wird behandelt

Sehr niedrige Suizidrate unter Tumorpatienten.

Therapieverfahren

Neurologie

Dr. Eppinger am 16.6.98

Die Neurologie behandelt organische Erkrankungen des Nervensystems, in Gegensatz zur Psychiatrie (psychogene Krankheiten). 10% der Patienten haben neurologische Störungen psychischen Ursprungs.

neurologische Krankheiten des Gehirns
Apoplexie (Schlaganfall)
häufigste neurologische Krankheit überhaupt
MS
(multiple Sklerose): Entzündung am Nervensystem durch eine Autoimmunerkrankung, zweithäufigste neurologische Krankheit
morbus Alzheimer
degenerative Hirnerkrankung, Ursache unklar
morbus Parkinson
degenerative Hirnerkrankung, dopaminerzeugende Neuronen sterben ab
Tumoren
Entzündungen
z.B. Hirnhautentzündung -- Meningitis
Epilepsie
Creuzfeld-Jakob
verwandt mit der BSE-Krankheit (bovine spongiforme Enzephalopathie)
neurologische Krankheiten des zentralen Nervensystems(ZNS)
Querschnittslähmung
mögliche Ursachen: MS, Tumor, Blutung oder Unfall
Polio
(Kinderlähmung) Verbindungen am Übergang von ZNS zu PNS werden zerstört

neurologische Krankheiten des periphären Nervensystems(PNS)
Polyneuropathie
durch Diabetes mellitus (irreversibel) oder Alkohol (reversibel): Schädigung der Markscheide, dadurch Empfindungsstörungen in der Peripherie, zuerst Hände und Füße (Stichwort: diabetischer Fuß)
Polyneuritis
Entzündung der peripheren Nervenbahnen
Drucklähmungen

Diagnostische Verfahren in der Neurologie

Dr. Eppinger am 22.6.98

Apoplexie
Gruppen
  • Schlaganfall durch zu hohen Blutdruck (Stalin starb 1951 an einer Hirnblutung)
  • Schlaganfall durch Herzkrankheit und Embolien in Folge davon (Todesurssache von Roosevelt, der einen Herzklappenfehler besaß)
  • Schlaganfall durch schleichende Erkrankung der Mikrogefäße im Hirn, z.B. durch Diabetes, Rauchen oder Übergewicht. Symptome wie Alzheimer (Todesursache von Churchill)
Inzidenz (alte Bundesländer)
  • 340.000 Herzinfarkte pro Jahr
  • 240.000 Schlaganfälle pro Jahr
Auswirkungen
  • 31% bleiben auf fremde Hilfe angewiesen
  • 20% brauchen Hilfe beim Gehen
  • 20% erleiden Sprachstörungen
  • 16% werden Pflegefälle
  • 15 bis 20% sterben unmittelbar

Ursache
  • Der Schlaganfall ist Folge einer plötzlicher Durchblutungsstörung.
  • Die Blutversorung des Gehirns erfolgt über 2 Halsschlagadern und 2 Wirbelschlagadern:
  • diese 4 Adern sind über einen Gefäßring im Schädelraum miteinander verbunden, so daß Durchblutungsstörungen ausgeglichen werden können.
  • Das Schlaganfallrisiko ist davon abhängig, wie gut der Ring ausgebildet ist.
  • Falls die Durchblutungsstörung im Umfeld dieses Rings auftritt: Tod, je weiter außen, desto weniger schwerwiegend sind die Folgen.

Vorstufen
TIA
(transistorische ischämische Attacke) kurzzeitige Funktionsstörung eines Köperteils
PRIND
(prolonged reversible ischaemic neurological deficit) Funktionsstörung länger als 24 Stunden, aber reversibel
Schlaganfall
dauerhafter Ausfall

Anzeichen
  • Halbseitenlähmung oder Gefühlslosigkeit
  • Sehstörung (Gesichtsfeld, ein Auge betroffen)
  • Sprachstörung
  • plötzliche Gangunsicherheit, Fallneigung, Schwindel
  • Bewußtlosigkeit

Im Gegensatz zum Herzinfarkt keine Schmerzen!

Diagnose
CT
NMR
hier ist schon unmittelbar nach dem Schlaganfall etwas erkennbar
Angiografie
der Halsschlagader

Behandlung
medizinische Basisversorgung:
  • Atmung sicherstellen
  • Herzfunktion sicherstellen
  • Blutzuckerspiegel darf nicht zu hoch liegen (sonst aerobe Glykolyse, dadurch Giftstoffe im Gehirn)
  • Flüssigkeitsversorgung sicherstellen
$\longrightarrow$ hoher Blutdruck ist eine übliche Begleiterscheinung zum Schlaganfall, die nicht behandelt werden muß

spezielle Therapiemaßnahmen:

  • Schutz des minderdurchbluteten Gebiets
  • Verbesserung der Durchblutung
  • bei Einengung der Halsschlagader ist eine OP (Ballondillatation) gut möglich, in anderen Fällen hohes SA-Risiko durch Absprengen von Gerinnseln

hohes Schlaganfallrisiko durch
  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Diabetes
  • Rauchen

Altersverteilung
  • Risiko hoch ab dem 60. Lebensjahr
  • noch höher ab dem 75. Lebensjahr
  • bei Männern höher als bei Frauen
  • nach TIA liegt das Schlaganfall-Risiko innherhalb der kommenden 5 Jahre bei 33%

Vorbeugung
mäßiger Alkoholkonsum (1/4l Wein täglich)

morbus Parkinson
Entstehung
Betroffen ist die substanza nigra im Gehirn, dort Verlust der melaninhaltigen Dopaminneurone. Ab einem Verlust von 60% treten die Symptome der Krankheit auf, ein geringerer Verlust mit fortschreitendem Alter ist normal. Die genaue Ursache ist ungeklärt, evtl. liegt eine oxidative Streßreaktion vor, evtl. auch Strahlung oder Umweltgifte. Durch Fehlen des Neurotransmitters Dopamin keine Reizübertragung zwischen Neuronen. Auch Medikamente können Parkinson-Syndrome auslösen, allerdings reversibel
Symptome
Bradykinese
kraniale Motorik: versteiftes Gesicht, langsame Sprache
Rigor
Steifheit der Muskulatur in den Extremitäten
Tremor
(Zittern) meist einseitig, bessert sich bei gezielter Bewegung, verschlechtert sich bei emotionaler Belastung, Frequenz ca 4-5 Hz (elektrisch meßbar)
außerdem: Depressionen (bei 60%), Preservationsneigung, autonome Störungen (Obstipation...)

Frühsymptome
  • steife Hüfte oder Nacken
  • gestörte Feinmotorik (beispielsweise beim Essen)
  • depressive Stimmungszustände

medikamentöse Therapie
durch Gabe von dopaminverwandten Substanzen
  • durch Behandlung Symptomfreiheit für ca. 10 Jahre
  • Probleme bei der Langzeitanwendung: Dopamin wird nicht mehr vollständig aufgenommen
  • begleitend:
    • Krankengymnastik
    • psychosoziale Betreuung (Aufklärung, Beratung, Förderung der Selbständigkeit)
    • eiweißarme Diät

Psychiatrie

Prof. Dr. Luderer am 29. und 30.6.98

extra Script!

Kardiologie

OA Dr. Rotter am 30.6.98

Koronare Herzkrankheit (KHK): Herzerkrankung durch ein Mißverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und -angebot im Herzmuskel (Myokard)

Arten der KHK:

akuter Myokardinfarkt (AMI)
(stabile symptomatische KHK -- Herzinfarkt) Durch Sauerstoffmangel verursachter Untergang von Herzmuskelgewebe. Folge: Narbe im Herzmuskelgewebe.
Verlauf
  • Anlagerung von überschüssigem Cholesterin in der Gefäßwand
  • Entzündungszellen lagern sich darüber
  • eine Plaque platzt
  • Blut kommt in Kontakt mit dem Gewebe
  • Gerinnung
  • Thrombus
  • Herzinfarkt
Diagnostik
  • klinische Beschwerden (Schmerz im linken Brustraum, strahlen in den linken Arm)
  • EKG (hohe und breite T-Welle)
  • hohe Laborwerte der Enzyme CK-MB (Kreatinkinase) und Troponin T
  • Koronarangiografie

Therapieziel beim AMI: rasche Wiederherstellung der Durchbutung des Herzmuskels. Möglichkeiten siehe unten.

instabile symptomatische KHK: Angina pectoris
Schmerzen im Herzbereich, die sich aber wieder zurückbilden. Die Gefahr eines AMI innerhalb der folgenden 30 Tage liegt bei 50%.

latente KHK
Der Patient bemerkt seine Erkrankung nicht, aber sie kann per EKG festgestellt werden, z.B. bei Polyneuropathie bei Diabetes mellitus

Risikofaktoren für eine KHK allgemein

$\longrightarrow$ die KHK ist also eine Wohlstandserkrankung.

außerdem: Herzklappenfehler, Fieber, körperliche Arbeit

Diagnostik der Kardiologie
Anamnese
psychische und physische Belastung, Rhythmusstörungen, Dyspnoe (Erschwerung der Atmung, subjektive Atemnot), Kälteangina, Walking-through-Angina
Ruhe-EKG
Belastungs-EKG
Linksherzkatheter (LHK)
definitiver Nachweis und Lokalisation von Stenosen (Verengungen) der Koronaraterien
Echokardiografie
Ultraschalluntersuchung des Herzens, Darstellung des Blutflusses mit Hilfe des Doppler-Effekts
Streßechokardiografie
Echokardiografie unter Belastung
Myokard-Szintigramm

Therapie der KHK
Beta-Blocker
senken die Herzfrequenz und erweitern die Herzgefäße
Ca-Antagonisten
senken den Blutdruck
Acetyl-Salicylsäure-Präparate
(ASS, Aspirin,...) wirken als Thrombosehemmer
Bypass-OP
(venös oder arteriell)
Ballon-Dillatation (PTCA)
insbesondere nach AMI, Erweiterung verengter Gefäße über einen endoskopisch eingeführten Ballon, gegebenenfalls auch dauerhafte Erweiterung durch ein Stent (Prothese, die das Gefäß offenhält)

Pathologie

Prof. Dr. Rumpelt am 6.7.98

OA Dr. Laufer am 13.7.98

Pathologie und Tumortherapie

Radiologie

Prof. Dr. Prager am 6.7.98

Geschichte
Röntgendiagnostik

Angiografie

Computertomografie

Dermatologie

Prof. Dr. Djawari am 7.7.98

Die Dermatolgie befaßt sich mit der Haut und den sichtbaren Schleimhäuten und Anhangsgebieten (Haare, Nägel, Schweißdrüsen,...):

Gebiete der Dermatologie
Venerologie
Behandlung von Geschlechtskrankheiten
Allergologie
Behandlung von allergischen Erkrankungen (z.B. Berufsdermatosen)
Andrologie
Behandlung der Zeugungsunfähigkeit
Bakteriologie / Mykologie
Hautbezogene Behandlung von bakteriell bzw. durch Pilze verursachten Krankheiten
operative Dermatologie
insbesondere Behandlung von Tumoren: Therapie und Kosmetik
Parasitologie
Hautbezogene Behandlung von Krankheiten, die durch Parasiten ausgelöst werden, aber auch intestinal
Phlebologie
Behandlung von Gefäßerkrankungen (z.B. Krampfadern, Hämorrhoiden)
Proktologie
Behandlung von Krankheiten im Bereich des Enddarms
Trichologie
Behandlung von Erkrankungen der Haare
Umweltmedizin
Behandlung von Hauterkrankungen durch Umwelteinflüsse
Funktion der Haut
Abwehr
  • physikalisch (z.B. Schutz vor Strahlung)
  • chemisch (durch Säureschutzmantel)
  • biologisch (z.B. Abwehr von Infektionen)
Anpassung und Vermittlung
-- Tastsinn, Wärmegefühl,...
Stoffwechsel
  • Atmung über die Haupt
  • Temparaturregelung durch Wasseraustausch mit der Umgebung

Schädigung über die Haut
Eine Schädigung über die Haut tritt allgemein durch folgende Faktoren ein:

Therapiemöglichkeiten
lokale
Therapie
  • pharmakologisch / chemisch durch Medikamente
  • physikalisch (z.B. Strahlentherapie)
interne
Therapie
  • oral
  • parenteral

Ursachen für Hautschädigungen bei Säuglingen

Nachteile fetter Salben und Öle

die Altershaut

Allergien
Bei einer Allergie handelt es sich um eine Immunreaktion (Antigen-Antikörperreaktion), die durch ihren stürmischen Verlauf zur Schädigung von Organen führen kann.

Typ I
  • Sofort-Typ-Reaktion (Anaphyloxie)
  • Reaktion findet auf der Mastzelle statt
  • Freisetzung von Mediatoren durch Degranulation der Mastzellen
Typ II
  • zytotoxischer Typ
  • die eindringende Substanz bewirkt die Produktion von Antikörpern mit zytophilen Eigenschaften, die sich z.B. auf Granulozyten setzen.
  • bei einem erneuten Kontakt kommt es zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion auf den Granulozyten
  • dadurch Zytolyse

Typ III
  • Immunkomplex-Typ
  • Bildung von Immunkomplexen, dadurch Komplementbildung
  • auch bekannt als Serumkrankheit

Typ IV
  • Spät-Typ
  • Freisetzung von T-Lymphozyten bei erneutem Kontakt mit Antigen, dadurch Entzündungsreaktion
  • Typ des Kontaktekzems

Insektenstiche

Voraussetzungen für ein Kontaktekzem

Diagnose des Kontaktekzems

Über dieses Dokument ...

Zusammenfassung von MED2
(Chefarztvorlesungen)
im Sommersemester 1998
an der FH Heilbronn / Uni Heidelberg

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Copyright © 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, Nikos Drakos, Computer Based Learning Unit, University of Leeds.

The command line arguments were:
latex2html -split 1 -dir /home/jaehne/public_html/med2/html/ /home/jaehne/public_html/med2/med2.tex.

The translation was initiated by Klaus Jähne (MI) on 9/10/1998


Klaus Jähne (MI)
9/10/1998